Juniorentrainingslager Essen

Ein treffender Anfang für den folgenden Artikel wäre „Alle Jahre wieder…“ und ein darauffolgender  Text, der sich mit den Worten: viel Rudern, viel Gammeln und viel Aua aus Sicht der teilnehmenden Ruderer zusammen raffen lässt. Aber ganz im Sinne der Billunger Nachrichten verzichten wir an dieser Stelle auf eine solche Sparversion und fangen einmal ganz von vorn an.

Um die einen guten Start für die Junioren in die neue Saison zu ermöglichen findet in den Osterferien jährlich ein 9-10 tägiges Trainingslager in Essen Werden am wunderschönen Baldeney See zusammen mit dem RCEH statt. Der Aufbau der Trainingstage ist relativ gleichbleibend. Der Tag beginnt mit einem Wecker klingeln um 6:30, dicht gefolgt von einem Stöhnen über die noch vom Vortag andauernden Schmerzen. Kurz angezogen und anschließend geht es aufs Wasser um in der ersten Einheit von ca. 16-17km auf dem See seine Runden zu drehen. Im Gegensatz zu unserem Heimatrevier können wir auf dem See die Sportler mit dem Motorboot dauerhaft begleiten, was ein intensiveres Training ermöglicht, allerdings manchmal in der Begeisterung der Rudern sich nicht unbedingt wiederspiegelt.

Nach der ersten kräfteraubenden Einheit folgt ein ausgiebiges Frühstück durch das Seecaffee Petry Halt Stopp, Franky und sein Lokal sind im vergangenen Jahr leider zum TVK Essen, quasi das andere Ende des Baldeneysees gewechselt. Schweren Herzens musste dann bei der neuen Bewirtung namens „Steg 3“ gespeist werden. Die zuständige Frau hat sich zwar durchaus Mühe gegeben nett zu sein, allerdings war das Essen nicht das gleiche in Betrachtung der Mengen, Qualität und des fehlenden wohligen Gefühl von Heimat durch das See Café Petry. Da wir es aber nicht verkraften konnten auf Trainingslager zu sein ohne ein freudiges: „Na Männers, schmeckt’et“ zu hören zu bekommen, musste zwangsläufig bei einer Einheit einmal beim TVK gehalten und Kuchen bei Franky gesnackt werden.

Um zum allgemein gültigen Tagesablauf zurück zu kehren: nach dem Frühstück folgt eine relativ lange Mittagspause in der die Ruderer in einer Art geistigen und körperlichen Winterschlaf verfallen, welcher nur durch einen kurzen Rewe-Besuch gebrochen wurde um die Alltäglichen Besorgungen (im Falle eines Aktiven in Form von Kinderriegeln) zu tätigen. Da das Wetter nach dem Ankunftswochenende auch nicht mehr sonderlich berauschend war, beschränkte sich der Aktionsradius auf das Gebäude der Unterkunft.

Gegen 16:00 ging es dann auf zur Zweiten Runde Spaß mit Roppel (Rolf Happel) vom RCEH, welcher hauptsächlich das Training vom Motorboot aus leitete. Anschließend folgte nur noch das Abendessen, eine Diskussion drüber welcher Film denn nun am Abend geschaut wird. Liebesfilme wurden trotz der unglaublichen Anzahl von 3 Ruderinnen kategorisch ausgeschlossen. Dicht gefolgt von einem steinernen Schlaf bis zum nächsten Tag nach exakt selbigen Muster. Auf einmal war dann auch schon Ostersonntag und die Rückreise beendete den Lagerkollar und kündigte einen langen Resozialisierungsprozess in den normalen Alltag an.